Unsere Schule

Das Schulgebäude

Geschichte des Schulstandortes + Fotos



Die Neue Mittelschule (NMS)

Die Neue Mittelschule stellt den Kern eines zeitgemäßen Schul- und Bildungssystems auf der Mittelstufe der 10- bis 14-jährigen dar. Sie verwirklicht moderne pädagogische Konzepte und gestaltet eine neue gemeinsame Lernkultur.

Hier haben alle Kinder und Jugendlichen eine breite Palette an Bildungsangeboten unter einem Dach. Die gemeinsame Schule zeichnet sich durch innere Differenzierung und Individualisierung aus – das heißt: Jedes einzelne Kind und dessen individuelle Fähigkeiten und Talente werden gefördert, es gibt mehr Raum für Kreativität und Entfaltung. Die künftige Bildungs- und Berufsentscheidung wird gut vorbereitet.

Mittels eines Stufenplans entwickeln sich alle  Hauptschulen bis 2015/16 zu Neuen Mittelschulen. Die gesetzliche Grundlage für die Übernahme der neuen Mittelschule in das Regelschulsystem  wurde im April 2012 geschaffen. 

Der Lehrplan der Neuen Mittelschule zeigt in den Grundsätzen eine neue Lernkultur. Die Bildungsstandards stellen sicher, dass die Kompetenzen am Ende der 8. Schulstufe erreicht werden und stärken die Schulentwicklung und Feedbackkultur an den Standorten Der Prozess der Einführung der NMS  wird vom BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) wissenschaftlich begleitet.

An der Neuen Mittelschule werden Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Fähigkeiten und sozialer, kultureller und sprachlicher Herkunft gemeinsam unterrichtet. Eine zu frühe Festlegung auf bestimmte Bildungswege wird vermieden. Unterschiedliche Leistungsanforderungen, eine Vielfalt an Wahlmöglichkeiten und unterstützende pädagogische Maßnahmen zeichnen die Neue Mittelschule aus. Sie begünstigen sowohl die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen als auch  „soziales Lernen“, also das Lernen miteinander und voneinander.

So wie ein guter Trainer für jeden Sportler in der Mannschaft einen eigenen Trainingsplan erstellt, um seine Fähigkeiten optimal zur Geltung zu bringen, erstellen die Lehrerinnen und Lehrer an den Neuen Mittelschulen für jedes Kind einen individuellen Lernplan.
Kinder erhalten genügend Zeit und Unterstützung, um Lerninhalte im eigenen Lerntempo erfassen zu können. 

Um eine neue Lernkultur auf höchstem professionellem Niveau zu erreichen, spielt bei der Neuen Mittelschule die Aus- und Fortbildung der Lehrenden eine wesentliche Rolle. Die veränderten Rahmenbedingungen erfordern bei allen Beteiligten erweiterte Qualifikationen und Kompetenzen: z. B. im Umgang mit neuen Förderkonzepten und der Umsetzung neuer motivierender Formen der Leistungsbeurteilung.

 

Offizielle Seite: http://www.neuemittelschule.at

Unser UNESCO - Projekt und unsere Partnerschule

UNESCO - Projekt


Das UNESCO Associated Schools Project Network ist ein Netzwerk von derzeit über 9000 Schulen aller Schultypen in 180 Ländern der Erde. Das Netzwerk wurde im Jahr 1953 von der UNESCO ins Leben gerufen. In Österreich sind 76 Schulen als UNESCO-Schulen anerkannt.

UNESCO-Schulen haben Modellcharakter, der sich in einer besonderen pädagogischen Grundhaltung ausdrückt. Lernen wird als handlungsorientierter Prozess begriffen, fächerübergreifende, interkulturelle Zusammenarbeit und ein hohes Maß an Teamarbeit werden an der Schule gepflegt. Ein integrativer Erziehungsstil wird verfolgt, der die Wertschätzung von Verschiedenheit als wichtigen Bestandteil der Bildungsarbeit versteht. Das Einüben von Demokratie bildet ein vorrangiges Bildungsziel. Die UNESCO-Schulen engagieren sich aktiv für Menschenrechte, eine Kultur des Friedens und eine nachhaltige Entwicklung. Sie sind auch in ihrer unmittelbaren Umgebung für den Schutz von Natur- und Kulturgütern aktiv. Die UNESCO-Schulen legen einen Schwerpunkt auf moderne Technologien als Hilfsmittel im Unterricht. Gleichzeitig erfolgt in den Schulen eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der rasanten Technologisierung, indem Medienerziehung als Bildungsinhalt verstärkt berücksichtigt wird.

 

Homepage: http://www.unesco.at/



Unsere Partnerschule


Mustertext

Georg Wilhelm Pabst (1885 - 1967)

G. W. Pabst wurde am 27. August 1885 in Raudnitz in Böhmen geboren. Seine Eltern zogen nach Wien, wo er die Volks- und Realschule besuchte. Er sollte Ingenieur werden, bewarb sich aber auch für die Offizierslaufbahn, die er wegen Kurzsichtigkeit nicht einschlagen konnte, und startete schließlich am Konservatorium der Stadt Wien, wo auch seine ältere Schwester studiert hatte, sein Schauspielstudium.


Schauspieler Albert Préjean (links) und G. W. Pabst 1931 während der Dreharbeiten für den Film Die Dreigroschenoper

Quelle:

Von Anonym - Rozpravy Aventina, volume 6/1930-1931, issue 24 page 285 Digitized by
Institute of Czech Literature, Czech Academy of Sciences., Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9967967

Pabst in New York

Nach mehreren Jahren der Schauspielerei in der Schweiz, Deutschland und Österreich ging er 1910 an das Deutsche Theater in New York, um dort zu spielen. Nach seinen ersten erfolgreichen Arbeiten als Regisseur verlegte er sich immer mehr auf diese Tätigkeit.


Pabst vier Jahre in Gefangenschaft (I. Weltkrieg)

1914 beabsichtigte er, für kurze Zeit nach Europa zurückzukehren, um ein neues Schauspielerensemble nach New York zu bringen. Als er gerade auf einem Passagierschiff den Atlantik überquerte, brach der I. Weltkrieg aus. Beim Anlegen des Schiffes in Frankreich wurde er als feindlicher Staatsbürger von den Franzosen verhaftet und in ein Gefangenenlager nahe Brest gebracht. Bis 1919 dauerte diese Gefangenschaft, die er bei Theateraufführungen mit anderen Gefangenen im Lager überbrückte.

 

Pabst arbeitet immer öfter beim Film, als auf der Bühne

Nach Wien zurückgekehrt, begann er 1920 mit der Regiearbeit an einer Versuchsbühne (Neue Wiener Bühne). 1921 gründete er gemeinsam mit Carl Froelich seine eigene Filmgesellschaft. Nach drei Stummfilmen, in denen Pabst als Schauspieler bzw. als Regieassistent arbeitete, begann er auch in Filmen selbst Regie zu führen. 1925 drehte er in Deutschland seinen ersten großen Filmerfolg „Die freudlose Gasse“ mit Asta Nielsen, Werner Krauß und der damals noch unbekannten Greta Garbo. Dieser Film machte ihn und die Garbo bekannt.

 

Pabst experimentiert mit ersten Tonfilmen

Pabst arbeitete bald an Tonfilmprojekten und drehte zwischen 1926 und 1931 mehrere Filme in Deutschland und Frankreich. „Westfront 1018“, „Die Dreigroschenoper“ und „Kameradschaft“ waren die interessantesten. Für die Regie in „Kameradschaft“ erhielt Pabst den „Preis des Völkerbundes“ (Völkerbund = Vorläufer der UNO). Zwischen 1932 und 1939 filmte Pabst fast ausschließlich in Frankreich. Die Filme „L’Atlantide“ (Die Herrin von Atlantis), „Du haut en bas“ und „Mademoiselle Docteur“ (Spione in Saloniki) waren die erfolgreichsten. Mit dem berühmten russischen Opernsänger Fedor Schaljapin in der Hauptrolle verfilmte er den Roman „Don Quichotte“ von Miguel de Cervantes.

 

Pabst in Hollywood

Nur einmal, im Jahr 1934, arbeitete Pabst in Hollywood. Der Film “A Modern Hero“ wurde allerdings kein großer Erfolg, und Pabst beklagte sich über die amerikanische Art, Filme wie ein Industrieprodukt zu herzustellen.

 

Pabst und der II. Weltkrieg

Im April 1939 kehrte Pabst nach Österreich zurück, um Privatangelegenheiten zu regeln. Er hatte bereits eine Reise in die USA gebucht, als der II. Weltkrieg ausbrach. Er zog sich auf sein Landgut im südlichen Österreich zurück und drehte während des Krieges nur zwei historische Filme: „Komödianten“ und „Paracelsus“.

 

Pabst in der Nachkriegszeit

1947 entstand in Österreich sein erster Nachkriegsfilm „Der Prozess“, der ihm den Ehrenring der Stadt Wien bescherte. Er gründete wieder eine eigene Filmproduktionsfirma, die Pabst-Kiba-Filmproduktion, führte aber nur mehr gelegentlich Regie. Beim Film „La voce di silencio“, der in Italien gedreht wurde, betätigte sich Pabst wieder als Regisseur.

 

Pabst als Opernregisseur

Er übernahm schließlich die Regie für die Opernfreilichtspiele in der Arena von Verona und inszenierte auf dieser Riesenbühne die Opern „Aida“, „Troubadour“ und „Die Macht des Schicksals“. Nach der Gründung seiner Krones-Filmgesellschaft arbeitete er weiterhin in Italien.

 

Pabsts letzte Jahre

1954 wurde Pabst von einer deutschen Filmfirma eingeladen, einen Film über das Problem der Todesstrafe zu drehen: „Das Bekenntnis der Ina Kahr“. Mit den Filmen „Der letzte Akt“ (Hitlers Ende) und „Es geschah am 20. Juli“ (erfolgloses Attentat auf Hitler) erreichte Pabst den letzten Höhepunkt seines Schaffens, das auch mehrere Auszeichnungen brachte. Zwischen 1956 und1959 lebte Pabst in München, wo er seinen letzten Film „Durch die Wälder, durch die Auen“ drehte. Schon bei dieser Arbeit zeigten sich die ersten Anzeichen der Parkinson-Erkrankung, an der G. W. Pabst schließlich am 29. Mai 1967 in Wien starb.

Georg - Wilhelm - Pabstgasse